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Montag, 15. September 2008

Pokerstrategie

Bleiben Sie cool!

Unser Hot-Tip: Nerven zeigen! Wenn Sie zu einem Spieltisch kommen, beobachten Sie zuerst in Ruhe Ihre Spielgegner und versuchen Sie deren Spielverhalten zu eruieren. Wenn Sie an der Reihe sind, lassen Sie sich Zeit!

In unserer Pokerschule finden Sie alle Infos, die Sie zum Spielen benötigen - angefangen von einem Tutorial bis hin zu Pokerbegriffen und Blattbezeichnungen. Befolgen Sie diese Anleitung und beobachten Sie die Spielzüge der anderen Spieler.

Legen Sie sich eine Strategie zurecht und bleiben Sie dabei!

Je mehr Sie wissen, umso selbstbewusster können Sie spielen. Schon bald werden Sie in der Lage sein, die Spielzüge Ihrer Gegner wie ein Profi zu lesen. Wahrscheinlich werden Sie dann sogar vor ihnen wissen, was diese tun werden!

Sonntag, 11. Mai 2008

Starthände richtig spielen: Ass – Neun und kleiner

Wir haben uns in den letzten Monaten ja schon mit mehreren Pocket Cards / Hole Cards (Starthände) beschäftigt.
In diesem Beitrag wollen wir uns mit A-9 und kleiner, d.h. A-8, A-7, A-6, A-5, A-4, A-3, und A-2 befassen.

A) A-9 auf einem Tisch mit 8 oder mehr Spielern:

Auf einem Tisch mit derart vielen Gegnern ist eines sehr sicher – Sie werden mit A-9 richtig Probleme bekommen.
Viele Anfänger machen den gedanklichen Fehler, dass für Sie jede Hand mit einem Ass, eine starke Hand ist.
Aber das ist falsch; ganz falsch; ganz, ganz falsch!

Denn es gibt an einem Tisch mit 8 oder mehr Spielern nur 3 Situationen in denen Sie A-9 oder kleiner spielen sollten:

  1. Wenn Ihr A-9 SUITED, also von der selben Farbe ist UND Sie den Flop ganz billig sehen können. Manchmal werden Sie Glück haben und den Flush bekommen.
  2. A-5 und kleiner wenn Sie den Flop billig sehen können. A-5 gibt Ihnen im Unterschied zu A-9 bis A-6 die Chance auf eine Straße.
  3. Wenn Sie am Button oder gleich rechts davon sitzen und Sie sich 100% sicher sind, dass niemand ein vernünftiges Blatt hält (wir halten Ihnen die Daumen, dass Sie den richtigen Riecher haben).

Sie sollten niemals einen Raise mitgehen mit A-9, selbst wenn Sie am Button sitzen.
Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand anderer einen besseren Kicker als Ihren 9 hat ist einfach zu groß und die Chance, dass Sie einen Flush bekommen (falls Ihre Karten suited sind) ist so verdammt klein, dass es viel zu teuer ist einen Raise zu callen.

Anmerkung: Mindestens 50% aller Hole Cards mit denen bei Texas Holdem Poker erhöht wird bestehen aus einer Kombination mit zumindest einem Ass. Daher sollten Sie mit einem so schwachen Kicker (9 oder kleiner) keinen Raise mitgehen.

B) A-9 auf einem Tisch mit 5 oder weniger Spielern:

Auf einem Tisch mit 5 oder weniger Spielern können/sollten Sie es durchaus wagen A-9 zu spielen, denn die Wahrscheinlichkeit, dass Sie bei nur 4 Gegnern bereits die beste Hand haben ist sehr groß.

Zusammenfassend kann man also sagen, dass Sie A-9 NIEMALS spielen sollten AUSSER:

  • Ihre Hole Cards sind suited
  • Sie sitzen in starker - also später – Position
  • Sie Schwäche Ihrer Gegner wahrnehmen

Short Stack Spiel

Short Stack Spiel ist eine entscheidende Fertigkeit wenn Sie regelmäßig Texas Holdem Poker Turniere gewinnen wollen.
Erst kürzlich wurde ich wieder Zeuge wie der ursprüngliche Short Stack den Finaltable als Sieger verlassen hat.

Leider gibt es kein 100% sicheres Patentrezept nicht irgendwann einmal selbst Short Stack zu sein, denn niemand ist gefeit vor anhaltenden Pechsträhnen.

Es ist also enorm wichtig zu wissen wie Sie den Weg zurück ins Spiel finden.

Es gibt zwei typische Fehler die vielen Short Stacks immer wieder passiern:

1. Zu lange warten um den entscheidenden Move zu machen!
2. Den Move zu früh oder im falschen Moment machen – die Ursache dafür ist oft „Short Stack Tilt“.

Fehler 1: Zu lange warten um den entscheidenden Move zu machen!

Sie spielen in einem $ 100 + 8 Turnier, Anfangsstack: 1.000, Blinds 5-10, alle 10 Minuten Blindserhöhung.

Sie spielen also solides Poker und finden sich nach 2 Stunden am Final-Table mit ca. 10.000 Chips.
Die Blinds sind inzwischen bei 150-300 angelangt.
Kurz gesagt: Alles bestens!

Aber bevor Sie noch richtig kappieren was los ist, finden Sie sich mit nur mehr 2.500 Chips wieder.
Und das bei weiter erhöhten Blinds: 300-600

Nur ein paar Minuten später und Sie haben nur noch 1.000 Chips!

Sie sitzen am Button und die Hole Cards kommen:

Letztendlich – Ihr Move: All-In!

Das Problem ist: Sie hätten diesen Spielzug schon lange vorher machen sollen!

Mit Ihren 1.000 Chips verschrecken Sie niemanden und bei einem Big Blind von 600 können Sie sich sicher sein, dass Sie 3-5 Caller haben.
Gerade in einem Turnier, möchte jeder, dass Sie vom Tisch fliegen. Nicht weil Sie unsympathisch sind, aber ohne Sie ist jeder andere dem Preisgeld wieder einen Rang näher.

Also, 5 Gegner zahlen die zusätzlichen $ 400 und der Flop kommt:

Game over!

Was hätten Sie also tun sollen?
Sie hätten genau diesen Spielzug wesentlich früher machen sollen – solange Sie noch genügend Chips gehabt haben um andere Spieler einzuschüchtern.

Machen Sie nicht den Fehler so lange zu warten bis Sie vielleicht Pocket Aces oder Kings bekommen!
Während Sie auf die 1:220 Chance eine dieser Monsterhände zu bekommen warten, fressen Sie die Blinds auf.

Sie wollen als Short Stack nicht mehr als einen oder max. zwei Caller – sind es mehr, stehen die Chancen denkbar schlecht um als Sieger aus der Runde zu gehen, selbst mit Monsterhänden.

Eine einfache Regel für den richtigen Augenblick lautet:

Machen Sie Ihren entscheidenden Spielzug sobald Ihr Stack nur mehr dem 10fachen des Big Blind entspricht!
Das heißt, wenn die Blinds bei 100-200 liegen und Sie nur noch 2.000 Chips haben, dann ist es an der Zeit mit einer entsprechenden Hand (aus guter Position) All-In zu gehen.

Fehler 2: Nicht wissen mit welcher Hand es sich lohnt als Short Stack All-In zu gehen.

Wir empfehlen: Pocket Pairs, ein Ass oder 2 High Cards – ABER – nur aus guter Position!

Mit A-2 aus erster Positon sollten Sie auf keinen Fall All-In gehen.

Sind Sie jedoch der Button, und 2-3 Gegner limpen in die Hand und der Rest passt, dann, ja dann gehen Sie mit allergrößtem Vergnügen All-In.

Das heißt nichts anderes als, gehen Sie erst dann All-In wenn Sie einen Read auf Ihre Gegner haben und sich sicher sein können, dass diese nur schwache Hände haben UND Sie in besserer Position sind.

So können Sie vermeiden, dass Sie gegen eine Monsterhand antreten müssen bzw. zu viele Caller bekommen.

Vermeiden Sie “Short-Stack Tilt” – werden Sie nicht panisch wenn Sie nur noch das 10fache des Big Blinds haben.

Hier noch einmal die wichtigsten Punkte die es zu beachten gibt:

  • Machen Sie den entscheidenden Spielzug wenn Sie nur mehr ca. 10mal den Big Blind zahlen können.
  • Machen Sie Ihr Spiel aus guter Position wenn Sie Schwäche Ihrer Gegner erkannt haben.
  • Seien Sie nicht zu selektiv: gehen Sie All-In mit Paaren, High Cards oder einem Ace High.
  • Vermeiden Sie “Short-Stack Tilt” und machen Sie nichts unüberlegtes.

Halten Sie sich an diese Regeln und Sie werden Ihr Come-Back vom Short Stack zum Gewinner machen!

Samstag, 22. März 2008

Texas Holdem Limit Poker strategien

Im Gegensatz zu "Texas Holdem No Limit Games" ist hier die Einsatzstruktur genau vorgegeben. Betrachten wir ein $5/$10 "Limit Game". In diesem Fall müsste der "Small Blind" $2.50 einsetzen und der "Big Blind" $5. Preflop und nach dem Flop kann jeweils nur in $5-Schritten erhöht werden, nach der Turn- bzw. nach der River-Card in $10 Schritten. Was bedeutet diese Vorgabe für unser Spiel? Gleich vorweg gesagt sollte man unterscheiden zwischen "Low Limit Games" und solchen mit hohen Einsätzen. Ein Bluff funktioniert beispielsweise in der Regel nur bei höheren Einsätzen.


Startblätter


Allgemein ist beim "Limit Poker" die Starthandselektion wesentlich wichtiger als im "No-Limit", da dort die Gewinnerwartung einer guten Hand wesentlich höher ist. Welche Karten soll man nun spielen?

"Spiele nicht zu viele Hände." Das ist der erste und wichtigste Punkt im "Limit" Poker. Das setzt natürlich Charaktereigenschaften voraus, die nicht jedem angeboren sind. Ohne die nötige Geduld um Durststrecken mit unspielbaren Händen zu überwinden sollte man sich lieber nicht an den Pokertisch setzen. Eine Übersicht über die besten Starthände finden sie unter "Strategie >> Allgemein". Hier nochmals im Detail:

AA, KK, QQ, JJ, AK
Man sollte auf alle Fälle erhöhen bzw. in früher Position eventuell einen "Check-Raise" machen. Hohe Pärchen sind umso wertvoller je weniger Spieler den Flop sehen.

TT, 99, AQ, AJ, KQ
Sehr gute Blätter aber man sollte sie nicht überbewerten, da es ohne Hilfe des Flopes nicht leicht und riskant wird, diese zu spielen. Besonders AJ ist ein riskantes Blatt, das oft nur das zweitbeste ist.

KJ, K10, QJ, Q10, 88, 77, 66, 55, 44, 33, 22
Brauchen Hilfe vom Flop, sind aber falls sie diese bekommen sehr, sehr stark.

Suited Connectors wie 89s sind besonders in einem großen "multiway-pot" gute Blätter.
Suited mit As gibt einen die Chance auf den höchsten Flush.

Weitere Faktoren


Wieviele Spieler sitzen am Tisch?
Wo sitzen die aggressiven Spieler, wo die passiven?
Welche "Bets" wurden vor Ihnen gemacht?
Wieviele Spieler kommen nach Ihnen?
Wie sind die pot odds?
Wie ist Ihre Position nach dem Flop?

Texas Holdem No Limit Poker

Texas Holdem No Limit Poker


No Limit Holdem hat gegenüber Limit Holdem den entscheidenden Vorteil, die Einsatzhöhe selbst bestimmen zu können. Das wiederum bedeutet aber auch auf der anderen Seite, dass man mit nur einer Hand seine gesamten Chips verlieren kann. Deshalb ist es sehr wichtig die jeweiligen Risiken und Chancen gut einschätzen zu können.
Die meisten Online-Turniere werden No Limit ausgetragen. Es wird der Buy-in bezahlt, jeder Spieler erhält gleich viele Chips und die mögliche Verlusthöhe ist mit dem Buy-in begrenzt. Anders in den Cash-Games. Hier gibt es zumeist eine Obergrenze an Chips, die man an den Tisch bringen darf (online von $10 oder noch geringer - …). Es ist zu empfehlen immer den Maximalbetrag an den Tisch mitzubringen, da man sonst bei einer actionreichen Hand nicht den Maximalprofit erzielen kann.
Sehr wichtig sind beim No-Limit wie auch beim Limit die dort erwähnten Pot-odds, Starting-Hands, das Konzept der Outs, die Implied Odds (beim No-Limit wichtiger, da die Wetteinsätze frei wählbar sind), natürlich die Gegner und deren Hand richtig einschätzen zu können und um einiges wichtiger als beim Limit ist im No-Limit die Position. Sich mit diesen Dingen vertraut zu machen bedarf einiges an Erfahrung und erfordert viel Spielpraxis.


Pre-Flop


Wie ist der Charakter des Tisches (tight, loose, aggressive)
Wie ist meine Position jetzt und auch nach dem Flop
Wie viele Spieler sind am Tisch, wie viele Spieler sind noch im Pot
Wie sind meine Pot-odds
Welche Pocket-Cards könnten meine Gegner aufgrund ihrer Wetten haben
Welche Pocket-Cards habe ich
FOLD - BET (How much?) - RAISE (How much?)

Flop


Reaktion der Gegner auf den Flop
Analyse des Flops (Draws, High Cards,..)
Was hat der Flop meinen Gegnern gebracht
Was hat der Flop mir gebracht
Wettverhalten der Gegner
Wie sind meine Pot-odds
FOLD - BET (How much?) - RAISE (How much?)